Bei den Kosten für das schnelle Laden von Elektroautos gibt es große Unterschiede. Deswegen lohnt sich der Vergleich. Oft rechnen sich Tarife mit monatlicher Gebühr, selbst für einzelne Fahrten mit einem Elektro-Mietwagen, etwa in den Urlaub.
Inhalt
Obwohl ich nur ab und an mit einem Elektro-Mietwagen unterwegs bin, setze ich häufig auf Tarife mit Grundgebühr. Denn mit Stand vom 8. Juli 2026 rechnen die sich spätestens ab einem monatlichen Schnelllade-Verbrauch von 93 Kilowattstunden (kWh). Das entspricht einer Autobahn-Strecke von etwa 280 bis 465 Kilometern (km).
Leider ist das Angebot an Tarifen fürs schnelle Laden von Elektroautos ziemlich unübersichtlich. Es gibt zwar hier und da Vergleiche, wie die sehr hilfreichen Übersichten von Nextmove (Youtube) oder die aktuellen Hinweise von „Strom rein – Spass raus“. Aber bis jetzt habe ich keinen brauchbaren Rechner gefunden, bei dem ich eine bestimmte Strecke in Kilometern eingeben und die Gesamtkosten inklusive Grundgebühr vergleichen kann. Deswegen habe ich selbst begonnen, einen Rechner zu entwickeln. Noch fehlt die eine oder andere Funktion und noch einiges an Layout. Aber ein Anfang ist gemacht.
Weiter entwickelt wird der Rechner auf einer neuen Website zu E‑Auto-Ladekosten.
Der Rechner enthält nur Tarife für deutschlandweit verfügbare Angebote (ohne vorübergehende Rabatte oder Mengen-Boni wie EnBW collect); bei Grundgebühr ausschließlich mit monatlicher Kündigung. Denn das Ziel ist, damit einen Vergleich für längere Reisen und auch für Mietwagen zu ermöglichen. Deswegen sind Angebote von Hersteller*innen nur für eigene Fahrzeuge etc. ausgenommen. Für regionale Angebote oder welche mit anderen Einschränkungen gibt es einen zweiten Abschnitt mit entsprechenden Hinweisen.
Elektroauto laden: Kosten mit regionalen Angeboten prüfen
Ein Beispiel für regionale Angebote sind die Tarife von Electra, die seit 18. Mai 2026 gelten. Electra-Ladesäulen gibt es bisher nur an vergleichsweise wenigen Autobahn-Abschnitten. Aber wer beispielsweise aus dem Ruhrgebiet nach Berlin reist, findet schon jetzt ausreichend viele – und das zu sehr günstigen Preisen ab 0,34 Euro je kWh. Ähnlich ist das bei den Tarifen von Jet und Vattenfall.
Die angezeigten Tarife gelten nur an Ladesäulen der Anbieter*innen und nicht im Roaming. Es können zusätzliche Blockiergebühren anfallen. Irrtümer und Änderungen sind vorbehalten.
Wie hoch sind die Kosten zum schnellen Laden eines Elektroautos mit 100, 200 oder 300 kWh?
Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Kosten fürs Elektroauto-Laden ausfallen können: Mit 100 kWh sind auf der Autobahn rund 300 bis 500 Kilometer drin. Die Kosten liegen bei den einfachsten, günstigen Tarifen zwischen rund 51 und 57 Euro (inklusive Grundgebühr pro Monat). Mit 200 kWh sind etwa 600 bis 1.000 Autobahn-Kilometer möglich; mit Kosten zwischen rund 90 und 110 Euro. Mit 300 kWh sind es 900 bis 1.500 Kilometer für rund 129 bis 165 Euro. Ein Beispiel für regional verfügbare Tarife zeigt, dass sich ein genaues Prüfen schnell rechnen kann.
| Tarif | 100 kWh | 200 kWh | 300 kWh |
| EnBW L | 50,99 € | 89,99 € | 128,90 € |
| EWE go | 52,00 € | 104,00 € | 156,00 € |
| Aral Pulse Extra | 56,99 € | 110,90 € | 164,90 € |
| Electra+ Smart (nur regional verfügbar) | 38,99 € | 72,99 € | 106,99 € |
Stand: 8. Juli 2026 (ohne vorübergehende Rabatte wie aktuell bei EnBW)
Wo gibt es passende Ladesäulen?
Ob bestimmte Ladesäulen regional oder an bestimmten Strecken verfügbar sind, zeigen verschiedene Online-Tools und Apps. Hier ein paar Beispiele:
- Online-Karte sowie App für Android und iOS „octopus ELECTROVERSE“
- Auswahl über „Filter“ und „Betreiber“
- Online-Routenplaner „A Better Routeplaner“ sowie App für Android und iOS
- über „Optionen“ ein „Ladenetzwerk“ (oder mehrere) auswählen
- Online-Tool „GoingElectric“
- vor allem für den deutschsprachigen Raum geeignet
- über „Optionen“ lässt sich ein „Ladeverbund“ auswählen
- App für Android und iOS „AirElectric“
- Auswahl über „Filter“ und „Netzwerk“
Wie kann ich spontan laden?
Wer sein Elektroauto spontan schnell laden will, findet inzwischen ebenfalls sehr schnell eine günstige Lösung. Das sogenannte Ad-Hoc-Laden funktioniert ganz ohne Anmeldung. Bezahlt wird direkt an der Ladesäule, meist per Kreditkarte oder EC-Karte. Ad-Hoc-Angebote sind online und per App zu finden, zum Beispiel so:
- „Ad-Hoc Map“: App für Android und iOS
- „Hocsy“: Online-Karte mit Umkreis-Suche und einfachen Filtern
Vorschläge zum Verbessern des Rechners? Die sind sehr willkommen, ebenso Hinweise auf noch bessere Tarife, Rechner, Apps oder andere Informationsquellen – auch für das schnelle Laden von Elektroautos in Schweden. Einfach einen Kommentar hinterlassen.