Elektroauto laden in Schweden: Kosten, Anbieter & Tipps

19. August 2025Werkzeuge

Wer ein Elektroauto in Schweden laden will, muss sich nicht allzu viele Gedanken machen. Denn in fast ganz Skandinavien gibt es nicht nur überdurchschnittlich viele Elektroautos, sondern auch mehr Ladesäulen als anderswo. Dazu kommen vergleichsweise niedrige Kosten für Strom. Nur mit Roaming-Anbietern kann das Laden des Elektroautos dennoch teuer werden.

In Schweden liegt der Anteil von Elektoautos bei den Neuzulassungen schon seit 2022 bei mehr als 30 Prozent. Entsprechend viele Möglichkeiten zum Laden gibt es auch. Nur in Dänemark, Island und Norwegen gibt es mehr Ladepunkte pro 1.000 Fahrzeugen. Und das Beste: Die Stromkosten für Privathaushalte sind mit durchschnittlich 0,24 Euro je Kilowattstunde (kWh) vergleichsweise niedrig. Das macht sich auch bei den Kosten für das Laden des Elektroautos bemerkbar.

Infografik: Strompreise in Privathaushalten 2. Halbjahr 2024 mit Deutschland ganz oben und Schweden im Mittelfeld (Balkendiagramm des Statistisches Bundesamts/Destatis)

Quelle: Strompreise in Privathaushalten 2. Halbjahr 2024 | Statistisches Bundesamt (Destatis), 2025 | https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/GreenDeal/_Grafik/strompreise.html

Am bequemsten ist es auch in Schweden für diejenigen, die bei Tesla laden. Denn im ganzen Land gibt es Ladesäulen des Elektroauto-Pioniers mit vergleichsweise niedrigen Preisen, zum Beispiel in Löddeköpinge mit 0,21 bis 0,55 Euro je kWh (Stand: 19.08.2025). Mit der Mitgliedschaft für 11,99 Euro pro Monat sind die Kosten noch niedriger. Für den gleichen monatlichen Beitrag werden bei Ionity in Schweden rund um die Uhr 0,31 Euro fällig.

Roaming in Schweden: Was kostet das Laden mit EnBW & Co?

Wer es sich ganz einfach machen will, kann auch eine deutsche App oder Ladekarte zum Laden des Elektroautos in Schweden nutzen. Tausende Ladesäulen ausländischer Anbieter lassen sich so oft verwenden. Das sogenannte Roaming kann allerdings sehr teuer werden. Denn der Abstand zu den vergleichsweise günstigen inländischen Anbietern ist damit noch größer als in Deutschland. So ruft beispielsweise EnBW in Schweden zwischen 0,59 und 0,89 Euro pro kWh auf. Aral pulse bietet derzeit gar keine Möglichkeiten zum Laden in Schweden an. Shell recharge verlangt laut App-Stichprobe zwischen 0,37 und 1,02 (!) Euro pro schwedischer kWh.

Deswegen lohnt sich ein Blick auf die schwedischen Anbieter, wenn eine günstige Ergänzung zu Tesla oder Ionity oder generell ein Tarif ohne monatliche Grundgebühr gewünscht wird. Hier eine Stichprobe häufiger Anbieter fürs schnelle Laden in Schweden:

Diese Anbieter habe ich in den vergangenen Wochen selbst genutzt, um einen Elektro-Mietwagen im Süden Schwedens zu laden. Je nach Anbieter kann direkt an der Ladesäule oder per App gezahlt werden, meist per Kreditkarte oder Debitkarte. Falls überhaupt nötig, ist eine Anmeldung in ein, zwei Minuten erledigt.

Tipps für das Laden des Elektroautos in Schweden

Schweden gehört definitiv zu den Ländern, in die spontanes Reisen mit dem Elektroauto ganz ohne Planung möglich ist. Auch ohne Tesla.

Wer die Kosten optimieren will oder einfach Spaß am Planen hat, kann Online-Tools oder Apps wie „A Better Routeplanner“ nutzen. Damit lässt sich eine Reise mit Ladestopps komfortabel planen. Für die vorgeschlagenen Anbieter sind dann die Preise zu prüfen. Am besten online, denn da ist die App nicht immer zu gebrauchen. Über „Ladepunkte & Ladenetze“ und die Funktion „Vermeiden und Bevorzugen“ können dann die ausgewählten Anbieter angegeben und priorisiert werden. Anschließend werden nach Möglichkeit nur noch diese günstigsten Ladesäulen bei der Routenplanung angezeigt.

Wer lieber spontan die Preise vergleichen mag, kann auf Apps wie „Chargeprice“ oder „Chargemap“ setzen. Damit lassen sich alle Preise (auch für Roaming) und alle in der Nähe verfügbaren Ladesäulen anzeigen.

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